Wie wird Steinmehl von der Dosierung angewendet?

von Sabine Ziegltrum (Kommentare: 0)

Das Urgesteinsmehl kann problemlos in den natürlichen ökologischen Kreislauf über den Kompost, Festmist oder als Einstreu im Stall miteingebracht werden. Natürlich kann das Gesteinsmehl auch direkt auf das Feld gestreut oder zu den Pflanzen ins Erdreich mit eingehäckselt werden.

Allgemeine Anwendungsempfehlungen:

Die Anwendung von Urgesteinsmehlen ist ganzjährig möglich. Im Acker-, Garten- und Weinbau sollten bei der Erstanwendung je nach Bodenbeschaffenheit 25 – 50 kg/100 qm in die oberste Schicht mit eingearbeitet werden.
Ergänzungsgaben sollten während der Kulturzeit durch Stäuben in Mengen von 10 kg/100 qm erfolgen.

Bei späterer regelmäßiger Anwendung genügen 1500 – 2000 kg pro ha und Jahr.

Bei Erdbeeren kann man das Steinmehl direkt über die Pflanzen streuen, bei Neuanlagen wird es flach in den Boden eingearbeitet.

Bei Erbsen, Bohnen und Möhren wird das Steinmehl direkt über die Samen gestreut.

Bei Stachelbeeren, Johannis- und Himbeeren streut man das Steinmehl direkt an die Stauden. Bei Neupflanzungen wird der Boden gut durchmischt und beim Setzen noch an die Wurzeln gestreut. Erfahrungsgemäß kann auf diese Weise auch dem gängigen Wurmbefall der Früchte vorgebeugt werden.

Dosierungsempfehlungen:

Rasen: 10 - 20 kg Steinmehl je 100 qm Fläche

Stauden/Rosen: 0,3 - 0,5 kg pro Staude/Rose

Garten & Gemüseanbau: 20 - 30 kg Steinmehl auf 100 qm alle 2 – 3 Jahre

Obstbau & Sträucher: 10 – 15 kg je 100 qm Fläche

Gewächshausböden: 0,2 – 0,3 kg pro qm

Kompost: schichtweise 5 – 7 kg je 100 kg Kompost, bzw.
50 – 70 kg je Tonne Kompostmasse

Torfverbesserung: 25 kg mit ca. 250 Liter Torf mischen

Nacktschneckenbekämpfung: 2 – 3 mm hoher und ca. 5 cm breiter Gesteinsmehlstreifen, um die zu schützenden Beete lagern (nach Regen wiederholen!)

Zum Verstäuben: 1 – 2 kg Steinmehl je 100 qm Pflanzenbestand

Zum Spritzen: 0,3 kg mit 10 Liter Wasser verrühren

Maisanbau: ca. 1.000 – 1.200 kg je ha und Jahr

Grünland: ca. 500 kg je ha und Jahr

Getreide- und Hackfrüchte: ca. 800 – 1.000 kg je ha und Jahr

Weinanbau: pro Rebe 1 – 2 kg

Beim Aufsetzen des Mistes: 40 kg/cbm unterstreuen

Biogasanlagen: bei einem Fermenter Volumen von ca. 1000 cbm und einem täglichen Input von ca. 15 Tonnen wird eine tägliche Zugabe von ca. 6 – 8 kg empfohlen

Dies sind Richtwerte. Zu berücksichtigen sind die jeweiligen Bodenverhältnisse.

Einstreuungen von Urgesteinsmehlen im Stallbereich bei verschiedenen Tierarten

Die Mengenangaben beziehen sich in g/Tag. Die Einstreu erfolgt täglich oder zweimal wöchentlich in der angepassten Menge. Zusätzlich wird empfohlen, die Abflussrinnen zweimal wöchentlich einzupudern, um das Fließverhalten des Kotes zu fördern. Die Gewichtsangaben beim Urgesteinsmehl variieren, je nach Produkt und Vermahlungsgrad
(je feiner die Vermahlung, desto höher der Wirkungsgrad).

Stalldungverbesserung: 0,5 kg/Großvieheinheit
1 – 2 Mal täglich im Stall und in der Jaucherinne verteilen

Rind pro m² Kotzone: 0,5 kg
Schwein pro m² Kotzone: 0,1 - 0,2 kg
Pferd pro m² Kotzone: 0,3 kg
Huhn pro m² Stallfläche: 0,02 kg
Käfighaltung pro m³ Kot an
den Sammelstellen: 20 - 25 kg
Hühner Puderbad/Voliere: je nach Größe/Fläche

Ein gesondertes Thema ist der Einsatz von Steinmehl zur Fütterung für alle Nutztierarten. Nur speziell zertifizierte, von der Behörde zugelassene Produkte, wie z. B. unser Biofermin Natrolith Phonolith®, Steinmehle dürfen hierfür verwendet werden.

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